Flugsicherheit: Korpulente Passagiere sollten in Bug und Heck plaziert werden



Das allgemein zu beobachtende, zunehmende Körpergewicht der Bevölkerung entwickelt auch Aspekte für den Luftverkehr. Unter den Passagieren in Verkehrsflugzeugen finden sich häufig Personen mit starkem Übergewicht, die im Falle, dass ein Flugzeug über die Notausgänge evakuiert werden muss, zum Aussteigehindernis für sich und die nachfolgenden Passagiere werden können.

Das betrifft die Nutzung der mittleren Notausgänge oberhalb der Tragflächen.

Beim meistgeflogenen Verkehrsflugzeug, der Boeing 737, sind die mittleren Notausgänge nur circa 55 Zentimeter breit. Diese können von Passagieren mit erheblichem Übergewicht nur sehr schwer oder gar nicht benutzt werden, weil sie darin im ungünstigsten Fall steckenbleiben und den Fluchtweg für die nachfolgenden Passagiere blockieren würden.

Weiterhin ist in Betracht zu ziehen, dass die mittleren Notausstiege aller gebräuchlichen Flugzeuge ohnehin nur für optimal ablaufende Situationen geeignet erscheinen, da die Aussteigenden immer noch sehr enge Bestuhlungsreihen quer zur Flugrichtung zu passieren haben. An dieser Einschätzung ändern die von den Herstellern für die behördliche Abnahmeprüfung vor der Musterzulassung zu liefernden Evakuierungsdemonstrationen  nichts.

Als Abhilfe ist den Luftfahrtfirmen aufzuerlegen, korpulente Passagiere stets ausschliesslich in Bug und Heck zu plazieren, weil dort die Einstiegstüren auch als Notausstieg zu nutzen sind.