04.04.2017 Lösung für das JAR-FCL3-Medical-Problem gefunden

Das LBA teilt auf seiner Website mit, daß Tauglichkeitszeugnisse der Klasse 2 für erlaubnispflichtiges Personal (ausgenommen Luftsportgeräteführer), die nach den geltenden Vorgaben von JAR-FCL 3 deutsch bis zum 7.4.2013 und für Luftsportgeräteführer bis zum 23.12.2014 erteilt worden sind, nun doch längstens bis zum 7.4.2018 gültig bleiben.

Dazu wird weiter ausgeführt:

"Die Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 beschränkt in Artikel 5, Absatz 2 in Verbindung mit Ab-satz 4 die Gültigkeit von Tauglichkeitszeugnissen der Klasse 2, die noch entsprechend den Vorgaben von JAR-FCL 3 deutsch erteilt worden sind, bis zum 8.4.2017. Deutschland wird von der Möglichkeit Gebrauch machen, gegenüber der Europäischen Kommission und der Agentur für Flugsicherheit EASA zu erklären, dass die Gültigkeit von Tauglichkeitszeugnissen der Klasse 2, die noch entsprechend den Vorgaben von JAR-FCL 3 deutsch erteilt worden sind, bis zum in dem Zeugnis angegebenen Zeitpunkt, spätestens aber bis zum 8.4.2018 verlängert wird. Dieses Verfahren ist Gegenstand des Artikel 14, Abs. 4 der Verordnung (EG) Nr. 216/2008 und mit der EASA abgestimmt. Dem LBA liegen keine Erkenntnisse vor, dass andere EU-Staaten bis zum 8.4.2018 auf Vorlage eines Tauglichkeitszeugnisses nach Teil-MED bestehen werden. Viele andere EU-Staaten werden ähnlich verfahren wie Deutschland.

Ein reiner Umtausch der JAR-FCL 3 deutsch Tauglichkeitszeugnisse in Zeugnisse nach Teil-MED durch den flugmedizinischen Sachverständigen, der das Zeugnis ausgestellt hat, oder einen anderen Sachverständigen ist aus rechtlichen Gründen in Deutschland nicht möglich. Ein Teil-MED konformes Zeugnis kann nur nach erneuter flugmedizinischer Untersuchung erteilt werden (natürlich mit entsprechend längerer Gültigkeitsdauer)."

03.04.2017     Ende der Gültigkeit von JAR-FCL3-Tauglichkeitszeugnissen zum 7.4.2017

Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) informiert über die Gültigkeit von Tauglichkeitszeugnissen der Klasse II.

Die Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 beschränkt in Artikel 5 die Gültigkeit von Tauglichkeitszeugnissen Klasse II, die noch entsprechend den bis zum 7.4.2013 geltenden Vorgaben von JAR-FCL 3 erteilt worden sind, bis zum 8.4.2017. Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) rät den Luftfahrern, die noch Inhaber eines solchen Tauglichkeitszeugnisses sind, bei einem flugmedizinischen Sachverständigen die Ausstellung eines neuen Tauglichkeitszeugnisses nach den Vorgaben des Part MED der Verordnung (EU) Nr. 1178/2011 zu beantragen und die ohnehin erforderliche Untersuchung der Flugtauglichkeit vorzuziehen. So können mögliche Probleme insbesondere bei Flügen ins Ausland vermieden werden.

In Bezug auf die Gültigkeit von Zeugnissen der Klasse 2, die noch nach JAR-FCL 3 ausgestellt worden sind, ausschließlich bei Flügen innerhalb des Hoheitsgebietes der Bundesrepublik Deutschland wird eine Übergangslösung angestrebt, die aber noch der Zustimmung der Europäischen Kommission und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) bedarf.

Grundsätzlich ist aber die Beantragung eines neuen, Teil-MED konformen Tauglichkeitszeugnisses bei einem flugmedizinischen Sachverständigen mit entsprechend neuer Gültigkeitsdauer empfehlenswert.

16.12.2016     Neue Vorschriften für die Kl.3-Tauglichkeitsuntersuchung bei Fluglotsen

Ab 1.1.2017 gelten die Bestimmungen der VO (EU) 2015/340 samt den Anhängen. Derzeit liegt jedoch nur der verbindliche englische Text vor, die deutsche Übersetzung ist noch nicht offiziell veröffentlicht.

Die bislang geltende VO (EU) 805/2011 ist nach dem Jahreswechsel nicht mehr anzuwenden, ebenso entfällt die darin erwähnte EATM-Leitlinie. Für den Bereich Medical Klasse 3 ist die FSPersAV nicht mehr anzuwenden. Sie gilt jedoch für andere Bereiche weiter.

04.11.2016    Prof. Stüben mit Ernst-von-Bergmann-Plakette geehrt

Anlässlich seiner Verabschiedung als ehrenamtlicher Geschäftsführer und Kursleiter der Deutschen Akademie für Flug- und Reisemedizin wurde Prof. Dr. med. Jens Uwe Hermann Stüben beim 24. Fliegerarzt-Refresher-Seminar mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundesärztekammer ausgezeichnet. In seiner Laudatio hob der Ärztekammer-Bezirksvorsitzende Marburg, Dr. med. Dipl.-Chem. Paul Otto Nowak, die herausragenden Leistungen Stübens in der ärztlichen Fortbildung der Fliegerärzte hervor. Der größte Teil der Flugmediziner Deutschlands ist durch Uwe Stübens Schule gegangen. 

14.10.16                Age-60-Rule bei HEMS-Piloten                                                      

Seit 1.10.2016 gelten für die über 60-jährigen HEMS-Piloten der Luftrettungsdienste, die eine Befreiung von der Age-60-Rule vom Verkehrsministerium erteilt bekommen haben,  umfangreiche Auflagen auch im flugmedizinischen Bereich. So darf u.a. ab dem 60. Geburtstag diese Untersuchung ausschließlich durch Flugmedizinische Zentren (AeMCs) durchgeführt werden. Diese umfangreiche Verpflichtung entfällt , wenn der Pilot nur im Multicrew-Cockpit fliegt und auch, wenn bereits Einschränkungen nach Med.B001(d) vorliegen.

Mehr dazu ist im Mitgliederbereich zu finden.

6.7.2016

Das Luftverkehrsgesetz ist mit Wirkung vom 3.7.2016 geändert. Danach sind ab sofort die fliegerärztlichen Untersuchungsberichte vollständig und mit allen Angaben des Bewerbers an das Referat Flugmedizin des Luftfahrt-Bundesamts zu übermitteln.
Das LBA wird zukünftig dafür eine Software bereit stellen. Der Fliegerarztverband hatte mehrfach angeboten, an der Definition der Anforderungen, die dieses Programm erfüllen soll, mit zuarbeiten. Das LBA hat das Angebot der Zusammenarbeit durch seinen Alleingang faktisch ausgeschlagen.

28.11.15

Einige EASA-Mitgliedsstaaten erkennen keine von  deutschen  Fliegerärzten erstellten Klasse-1-Tauglichkeitszeugnisse mehr an.
Eine Grund dafür ist die Nichteinhaltung von Anforderungen der EASA. Der Vorstand des Fliegerarztverbands hat in einem Brief an den Verkehrsminister die nach europäischen Recht geforderten Qualifikationen und Aufgaben des Aeromedical Assessors dargelegt und  Auskunft  eingefordert, inwieweit diese Anforderungen durch den  Leiter des LBA-Referats Flugmedizin erfüllt werden. Die Antworten darauf waren bisher ausweichend und unbefriedigend.

21.04.2015     Presseerklärung des DFV

In einigen Medien wurde die Arbeit der Fliegerärzte arg angriffen. Die aufgeführten Argumente zeugen von völligem Unverständnis des rechtlichen Umfelds, in dem die Fliegerärzte arbeiten. Der DFV-Vorstand hat die unsachliche Berichterstattung in den Medien an der Arbeit der Fliegerärzte zurückgewiesen.

Briefe an die Redaktionen von "Welt" und "Welt  am Sonntag"

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